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Was sind die Nachteile von KI-Tools?

Kurze Antwort

KI-Tools wie Claude, ChatGPT und Gemini schreiben Texte und bauen sogar Websites. Das spart viel Zeit. Aber sie bringen auch Risiken für deine Daten, deine Kunden und deine Website. Mit ein paar festen Regeln vermeidest du die meisten Probleme.

Das erste Risiko heißt prompt injection. Jemand mit bösen Absichten stellt unsichtbaren Text auf eine Website. Zum Beispiel eine Anweisung, Daten weiterzuleiten. Liest ein KI-Tool diese Seite, kann es die Anweisung für eine echte Anweisung halten. Lass eine KI deshalb nie einfach Dinge auf Websites tun, die du nicht kennst. Und gib ihr keinen Zugang zu deiner Bank oder deinen Admin-Konten.

Das zweite Risiko liegt im Teilen. Ein geteilter Chat oder eine geteilte KI-Seite ist eine öffentliche Webseite. Im Sommer 2026 landeten geteilte Gespräche von Claude ein paar Tage lang bei Google. Bei ChatGPT ist das 2025 auch passiert. Teile also nie einen Chat mit Kundendaten, Passwörtern oder geheimen Plänen. Schau in den Einstellungen nach, welche Links noch offen sind. Widerrufe alles, was du nicht mehr brauchst.

Das dritte Risiko ist das Training. Bei den kostenlosen und den einzelnen bezahlten Versionen von Claude werden deine Gespräche standardmäßig zum Training des Modells genutzt, außer du schaltest das aus. Andere Anbieter haben ähnliche Regeln. Schalte diese Einstellung aus, wenn du mit Firmendaten arbeitest. Bei Business-Abos und Anbindungen über die API findet dieses Training nicht statt.

Das vierte Risiko ist, dass KI Fehler macht, die gut aussehen. Ein Text kann eine Tatsache enthalten, die nicht stimmt. Code kann funktionieren und trotzdem eine Sicherheitslücke haben. Oder deine Website fällt aus und niemand versteht warum, weil niemand den Code selbst geschrieben hat. Lass deshalb immer jemanden mitprüfen. Sorge für ein Backup und für eine Erklärung, wie die Website aufgebaut ist.

Das fünfte Risiko sind gefälschte Downloads. Betrüger machen Websites und Anzeigen, die wie die von bekannten KI-Marken aussehen. Wer dort etwas herunterlädt, holt sich manchmal Software, die Passwörter stiehlt. Lade eine KI-App nur über die offizielle Website des Herstellers herunter und nie über eine Anzeige.

Wir arbeiten selbst jeden Tag mit KI. Deshalb haben wir feste Regeln. Texte, die wir auf anderen Websites lesen, gelten für die KI nur als Daten und nie als Anweisung. Was die KI schreibt, prüfen wir vor dem Livegang auf Links, Code und seltsame Anweisungen. Kleine Dinge, die sich leicht rückgängig machen lassen, setzen wir selbst um. Größere Änderungen gehen erst nach einer Freigabe live. Für Kundendaten nutzen wir geschäftliche Anbindungen, bei denen deine Daten nicht zum Training von KI genutzt werden.

Beispiel aus der Praxis

Ein Unternehmer lässt ChatGPT ein Angebot prüfen und teilt das Gespräch über einen öffentlichen Link mit einem Kollegen. Im Angebot stehen der Name und die Adresse eines Kunden. Jeder mit diesem Link kann das Angebot lesen, auch wenn der Link woanders landet. Besser ist es, das Angebot erst zu anonymisieren oder dem Kollegen einfach die Datei zu schicken.

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